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Smart City Braunschweig

19.03.19 09:47 - Geschrieben von: Bitkom Smart City Atlas


Die breite Innovationskultur der Stadt Braunschweig, die aus ihrer diversifizierten Wirtschaftsstruktur, sowie der hohen Dichte an renommierten Forschungseinrichtungen und Hochschulen resultiert, stellt ein positives Milieu für die Entwicklung technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Innovationen dar. In diesem Milieu gilt die Digitalisierung als eine unabdingbare Voraussetzung und als wichtiger Treiber. Hier im City Content zu Braunschweig finden Sie sämtliche Informationen zum Engagement der Stadt Braunschweig im Smart City Bereich.

Smart City Braunschweig

Organisationsstruktur

 Aufgrund der Vielfalt an Themen mit ihren spezifischen Aufgabenstellungen, Schwerpunkten und der erforderlichen Expertise hat sich die Stadt dazu entschlossen, Digitalisierungsprojekte und -themen dezentral zu verankern. So arbeiten verschiedene Fachabteilungen der Verwaltung und städtische Tochtergesellschaften bzw. Institutionen mit städtischer Beteiligung eng mit Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung zusammen.  

Meilensteine

Die Digitalisierung und mit ihr einhergehende Smart-City-Entwicklungen sind seitens der Stadt Braunschweig als integraler Bestandteil in eine übergeordnete Innovationsstrategie eingebettet. Bei der Umsetzung dieser Strategie verfolgt die Stadt einen offenen Kooperationsansatz, um der Agilität des Themas Digitalisierung gerecht zu werden. Dabei werden Aufgaben innerhalb der einzelnen Dezernate bzw. Fachabteilungen themen- bzw. projektspezifisch festgelegt. Insbesondere spielen Infrastrukturprojekte und smarte Dienste, Bildungsprojekte und die Förderung des Innovationsstandorts derzeit eine zentrale Rolle. Um zukünftigen Entwicklungen innerhalb dieser dezentralen Organisationsstruktur einen strategischen Handlungsrahmen zu bieten, wird die Stadt Braunschweig 2019 ein Smart-City-Rahmenkonzept erarbeiten. Dieses soll durch die Identifikation relevanter Handlungsfelder, die Priorisierung von Themen und die Definition von Meilensteinen zur Orientierung und Fokussierung beitragen, gleichzeitig aber auch den eigenverantwortlichen Handlungsspielraum der einzelnen Fachabteilungen in der Verwaltung wahren. 

Motivation & Zielsetzung

Braunschweig hat sich zum Ziel gesetzt, sich als Innovationsstandort zu positionieren und sich zur Smart City zu entwickeln. Das Aufgabenspektrum reicht dabei von Nachhaltigkeit in sozialer und ökologischer Hinsicht bis zu neuartigen technischen Lösungen, welche sich in den zuvor genannten Handlungsfeldern bewegen, die durch Digitalisierung von Prozessen möglich werden. Für die Stadt Braunschweig berührt das Thema Smart City eine Vielzahl von Themenbereichen, von denen viele in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) eingebettet sind. Sämtliche Aktivitäten sollen dabei auf die Erhöhung der Lebensqualität in der Stadt einwirken. So sollen konkrete Verbesserungen und Erleichterungen für die Bürger im täglichen Leben – über Mobilität hinaus – erarbeitet werden. 

Stakeholder & Beteiligung

Smart-City-Lösungen bringen unmittelbare Auswirkungen auf verschiedenste Lebensbereiche der gesamten Stadtgesellschaft mit sich. Auch Besucher der Stadt profitieren von diesen Lösungen. Diese Stakeholder stehen als Anwender bzw. Nutzer stets im Zentrum der Bemühungen.  In den einzelnen Projekten werden dabei unterschiedliche Beteiligungsformate angeboten. Dazu gehören beispielsweise breit angelegte Bürgerdialoge oder eine aktive Einbeziehung in Reallaboren.

Chancen & Herausforderungen  

Smart-City- bzw. Digitalisierungsprojekte können aus Sicht der Stadt Braunschweig einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung leisten, z.B. durch Verbesserungen der innerstädtischen Mobilität. Aber auch die Effizienzsteigerung in Prozessen und Abläufen bietet großes Potenzial, um die Lebensqualität zu erhöhen. Zudem bietet eine aktive Wirtschaftsförderung die Chance, das Innovationsklima weiter zu verbessern und so positive Voraussetzungen für neue Geschäftsmodelle zu schaffen und digitale Lösungen praktikabel zu machen. Die Projekte zeichnen sich meist durch komplexe Aufgabenstellungen und Strukturen aus, die oftmals zusätzlich zum laufenden Geschäft bearbeitet und umgesetzt werden. Dabei ist eine kontinuierliche Kunden- bzw. Nutzerorientierung unerlässlich, um Innovationen mit echtem Mehrwert zu entwickeln. Die Einführung neuer digitaler Systeme oder Abläufe ist zudem oft ressourcenintensiv und kann zu Engpässen in der Umsetzung führen. Auch der rechtliche Rahmen ist teils unsicher, oder es bestehen rechtliche und formale Hürden, die eine Stadtverwaltung in agilen Projektentwicklungen behindern. Betont wird das zu fördernde Knowhow und Mindset, um digital und innovativ zu arbeiten. Dabei ist es wichtig, alle Menschen abzuholen und einzubinden und nicht nur an die »Smart Natives« zu denken. 

Kommunikation & Netzwerke

Relevante Themen und Projekte aus den Bereichen Smart City und Digitalisierung werden regelmäßig über alle relevanten Online- bzw. Social-Media-Marketingkanäle kommuniziert. Zudem arbeiten Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung derzeit an einer eigenen Plattform, um zentral über digitale Themen zu berichten. Auch über kreative Orte (z.B. den »TRAFO Hub« in einer ehemaligen Industriehalle) oder Veranstaltungsformate (z.B. einen Smart City Hackathon) werden digitale Themen weitergetragen. Braunschweig ist in verschiedenen Netzwerken vertreten, um den Austausch im Bereich Digitalisierung zu fördern. Dazu gehören u.a. das Netzwerk Wirtschaft 4.0, die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e. V. sowie der Arbeitskreis Digitalisierung des Niedersächsischen Städtetags. Unter dem Motto »Gemeinsam Fortschritt schaffen« haben die Braunschweig Stadtmarketing GmbH und die Braunschweig Zukunft GmbH in Kooperation mit verschiedensten Partnern die Initiative »Digitalmentoren« gestartet, welche vielfältige Schulungen anbietet, um Braunschweiger Unternehmen, Dienstleister, Einzelhändler und Gastronomen auf ihrem Weg in die Digitalisierung zu unterstützen. 

Wettbewerbe & Förderprogramme

Braunschweig wurde vom BMVI als Testfeld beim digitalen Feldversuch für automatisiertes und vernetztes Fahren (AVF) im Realverkehr ausgewählt. Zudem bestehen seit 2014 mit der Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Voraussetzungen für die Berücksichtigung der Stadt Braunschweig für den digitalen Feldversuch des Bundes.

Projektbeispiele: 

  • Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (Mobilität):
    Braunschweig verfügt als Teil einer der bedeutendsten Mobilitätsregionen Deutschlands über zwei MobilitätsReallabore. Mit der Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM) wird eine effiziente Ausnutzung verschiedener Verkehrswege erforscht, über das Testfeld Niedersachsen automatisiertes und vernetztes Fahren. 

  • Ambient Assisted Living (Gesellschaft, Gesundheit):
    Im Projekt Ambient Assisted Living (AAL) werden Forschungswohnungen mit digitalen Assistenzsystemen ausgestattet, um altersgerechtes Wohnen zu erforschen.

  • BS (Infr|Hotspotastruktur):
    Mit BS|Hotspot wurde in der Innenstadt über insgesamt 26 Antennen ein öffentliches WLAN eingerichtet. Darüber hinaus ist das WLAN-Angebot auch in den Elektrogelenkbussen der Braunschweiger-Verkehrs GmbH und als BS|Land-Hotspot im Umland verfügbar.



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Image Sources:
iStock-Fotografie-ID:530631375, Credit igmarx; Stock-Fotografie-ID:525204987, Credit querbeet

Bitkom Smart City Atlas

Geschrieben von: Bitkom Smart City Atlas

Die hier dargestellten Inhalte stammen aus der Studie "Smart City Atlas - Die kommunale digitale Transformation in Deutschland" der Bitkom und Fraunhofer IESE.

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