Smart Cities "Made in Germany"

Smart City Monheim am Rhein

Geschrieben von Bitkom Smart City Atlas | 19. März 2019

Das Motto der Stadt Monheim am Rhein lautet wie folgt: "Wir setzen Projekte um, die Monheim technologisch fortschrittlicher, sozial inklusiver und ressourcenschonender machen". Hier im City Portrait der Stadt Monheim am Rhein finden Sie sämtliche Informationen zur Umsetzung dieses Mottos und dem weiteren Engagement der Stadt im Bereich Digitalisierung und Smart City.

Organisationsstruktur

Die strategische Planung und Organisation von Smart-City-Projekten liegt im Verantwortungsbereich des Projektmanagers von Monheim 4.0, welcher in der IT-Abteilung angesiedelt ist. Von dort aus werden Projekte zum Thema Smart City mit internen und externen Experten strategisch geplant und miteinander verknüpft. Zudem wird der Projektfortschritt sichergestellt und entsprechend kommuniziert. Die Kommunikation zwischen internen und externen Dienstleistern spielt eine wesentliche Rolle, da die entwickelten Maßnahmen miteinander verknüpft werden. Parallellaufende Digitalisierungsprojekte, wie beispielsweise die Einführung von Datenmanagementsystemen, werden von der jeweiligen Abteilung koordiniert.

Meilensteine

Im August 2016 wurde in Monheim am Rhein eine Ratsvorlage zur Entwicklung der Stadt zum modernen digitalen Standort, unter dem Titel "Monheim 4.0", beschlossen. Die Stadt selbst agiert hier als Initiator des Vorhabens. Seit dem Beschluss werden kontinuierlich neue Projekte umgesetzt. Gestartet wurde mit der Entwicklung von Lösungen in den Bereichen "Smart Lighting" und "Smart Parking". Mittlerweile werden weiterer Projekte in verschiedenen Handlungsfeldern parallel umgesetzt und miteinander verknüpft.

Motivation & Zielsetzung

Mit der Umsetzung der Digitalen Agenda verfolgt Monheim am Rhein das Ziel, durch den Einsatz von moderner Kommunikationstechnik die Lebensqualität der Bürger zu steigern und die Attraktivität der Stadt für Unternehmen, Bürger und Besucher zu erhöhen. Agiert wird dabei nach dem Motto: "Wir setzen Projekte um, die Monheim technologisch fortschrittlicher, sozial inklusiver und ressourcenschonender machen".


Teil unserer Smart-City-Strategie ist es, nur solche Projekte zu verfolgen, die die Lebensqualität und die Standortattraktivität in der Stadt Monheim am Rhein erhöhen. Dabei wollen wir technologisch fortschrittlicher, sozial inklusiver sowie ressourcenschonender werden und Digitalisierung nicht zum Selbstzweck betreiben. 
, sagt Niels Hauke, Projektleiter Monheim 4.0, Stadt Monheim am Rhein.


Stakeholder & Beteiligung

Die Stadt bindet neben externen Experten in Sachen Digitalisierung auch die örtlichen Interessengruppen mit ein. So werden verschiedene Online-Beteiligungsverfahren angeboten, die sowohl zur qualitativen als auch quantitativen Datenerhebung eingesetzt und damit unterschiedliche Ziele verfolgen können. Initiiert und koordiniert werden diese Beteiligungsverfahren durch die Abteilung Bürgerschaftsbeteiligung sowie durch die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Beispiel ist eine Onlinebefragung, zu der Themenvorschläge eingereicht und von den Nutzern bewertet werden konnten. Themen mit viel Zustimmung wurden anschließend wieder durch die Nutzer selbst geclustert. So ergeben sich kollaborativ entstandene Themenvorschläge aus der Bevölkerung, welche in die Planung integriert werden. Dieses Verfahren wird ein- bis zweimal im Jahr durchgeführt.

Chancen & Herausforderungen  

Durch den flächendeckend vorangetriebenen Breitbandausbau sieht die Stadt einen Standortvorteil, auch gegenüber größeren Städten. Ziel ist es, mithilfe verschiedener Projekte die Standort- und Lebensqualität zu erhöhen und den Tourismus zu fördern. Dabei setzt Monheim auf eine starke Vernetzung von Lösungen, was technologische Herausforderungen mit sich bringt, die neuartige Lösungskonzepte erfordern. Hier sei als Beispiel der Monheim-Pass zu nennen, der den Bürger mit verschiedenen Services der Stadt verknüpft, die dadurch in Anspruch genommen und abgerechnet werden können. Die Stadt sieht das Risiko, aufgrund einer Vorreiterrolle bei der Konzeptionierung und Umsetzung solch vernetzter innovativer Projekte, dass sich diese im Nachhinein nicht bewähren. Die Verknüpfung der verschiedenen Systeme und Projekte wird zudem als sehr komplex beschrieben und bringt einen hohen Ressourcenaufwand mit sich. Auch muss bei der Umsetzung externe Expertise eingebunden und koordiniert werden.

Kommunikation & Netzwerke

Vertreter der Teilprojekte sind im Deutschen Städte- und Gemeindebund und in zahlreichen regionalen Netzwerken vertreten. Zudem pflegt Monheim Kontakte und einen fachlichen Austausch vorwiegend durch Vorträge bzw. Teilnahme auf Fachmessen und Veranstaltungen, durch Inanspruchnahme von Beratungsdienstleistungen sowie über die Open Innovation Plattform des BMWi. Die Stadt ist auf sozialen Medien wie Facebook, Instagram und Twitter aktiv, wo Pressemitteilungen zum Thema Smart City kommuniziert werden.

Wettbewerbe & Förderprogramme

Einzelne Projekte wurden in die Open-Innovation-Plattform des BMWi aufgenommen.

Projektbeispiele: 

  • Autonom fahrender Linienbus (Mobilität):
    Um autonome und emissionsfreie Mobilität zu fördern, wird die Flotte des ÖPNV um fünf autonom fahrende Linienbusse ergänzt. Der Betrieb dieser Flotte auf einer eigens eingerichteten Linie in der Altstadt zur Erweiterung der ÖPNV-Angebotes auf SAE Level 3 (der Fahrer muss das System hierbei nicht mehr dauerhaft überwachen). 

  • Monheim Pass (Verwaltung):
    Die Stadt Monheim am Rhein plant im Jahr 2019 die Einführung des "Monheim-Pass". Dessen Kernelement - das Digitale Bürgerkonto – ist mit verschiedenen Diensten der Stadt und der städtischen Tochterunternehmen verknüpft, die schließlich von den Bürgen in Anspruch genommen und bezahlt werden können (beispielsweise eine Buchausleihe in der Bibliothek, Schwimmbadbesuch oder die Nutzung des Digitalen Fahrradverleihsystems)

  • Digitales Fahrradverleihsystem (Mobilität):
    Durch das digitale Fahrradverleihsystem sollen der lokale Radverkehr gefördert und das Thema Digitalisierung für die Bevölkerung konkret erlebbar gemacht werden. Über das System können Bürger und Interessierte verschiedene Fahrradtypen (E-Bikes, Citybikes, Lasten- und Kinderfahrräder) ausleihen. Das Angebot ist stationsbasiert und ermöglicht somit auch das Laden von E-Bikes. Das System soll im Endausbau mit 450 Rädern an 34 Standorten betrieben werden, einschließlich an zwei S-Bahnhöfen in Langenfeld.


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Image Source: 
iStock, ID: 530587426, Credit: ClarkAndCompany